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Ruhestandsplanung

Die Generation 50 plus blickt mehrheitlich entspannt auf ihren baldigen Ruhestand: 53 Prozent dieser Altersgruppe sehen ihrem Ruhestand “sehr oder eher optimistisch” entgegen. Allerdings zeigt unsere aktuelle Umfrage bei Punkten wie Einkommen, Absicherung und Pflege auch Zeichen deutlicher Unsicherheit. Zudem hält fast jeder Dritte die eigene finanzielle Absicherung für gefährdet. Für Ihre Beratung entsteht daraus ein klarer Ansatzpunkt.
Dabei helfen professionellen Ruhestandsplanern die passenden Fragen und ein ganzheitliches Bild: Welche Einnahmen stehen später zur Verfügung? Welche regelmäßigen und außerplanmäßigen Ausgaben sind realistisch? Welche Ziele haben die Kunden für Wohnen, Reisen, Familie oder Vermögensübertragung? Und welche Reserven werden für Pflege und andere Risiken benötigt? Hierbei geht es mehr um Fakten, Zahlen, Planungen; weniger um Bauchgefühl oder unrealistische Gedankenspiele. Zumal die Meinungen mitunter auseinandergehen.
So zeigt auch unsere Umfrage eine auffällige Diskrepanz. 66 Prozent trauen sich zu, die Planung selbst in die Hand zu nehmen. Weitere 19 Prozent planen ihren Ruhestand gar nicht. Nur zehn Prozent suchen Beratung. Gleichzeitig haben 64 Prozent keinen Plan über ihre laufenden Einnahmen und Ausgaben im Ruhestand erstellt. Zwar ist der Anteil mit einem solchen Plan im Vergleich zur Umfrage aus dem von 25 auf 30 Prozent gestiegen. Die Mehrheit startet aber weiterhin ohne belastbare Übersicht in diese Lebensphase.
Genau hier beginnt professionelle Ruhestandsplanung. Sie übersetzt Wünsche und Vermögen mit Blick auf Ausgaben und Einnahmen in konkrete, nachvollziehbare Zahlen. Sie prüft verschiedene Szenarien und macht sichtbar, wie lange Kapital reichen kann. Dazu gehören Inflation, Lebenserwartung, Steuern, mögliche Pflegekosten und gewünschte Flexibilität. Erst auf dieser Grundlage lassen sich geeignete Lösungen für Vermögensaufbau, Entnahme und lebenslanges Einkommen finden und ggf. auch kombinieren.
58 Prozent erwarten im Ruhestand ein deutlich geringeres Einkommen. Bei den Ausgaben rechnen jedoch nur 43 Prozent mit einem niedrigeren Niveau. 38 Prozent erwarten etwa gleich hohe Ausgaben, 16 Prozent sogar höhere. Damit kann eine Versorgungslücke entstehen, die in einer reinen Produktbetrachtung leicht unterschätzt wird. Hinzu kommt das Pflegerisiko. Für 59 Prozent wäre die eigene Pflegebedürftigkeit oder die eines Familienmitglieds eine finanzielle Herausforderung. Eine professionelle Ruhestandsplanung muss deshalb nicht nur den gewünschten Lebensstandard abbilden. Sie braucht auch persönliche Sicherheitsreserven. Wichtig sind ebenso klare Prioritäten für den Fall, wenn eine reale Entwicklung vom gemeinsam entwickelten Vermögensszenario abweicht.
Die durchschnittliche Schulnote für die eigene Absicherung hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht von 3,66 auf 3,58 verbessert. Von finanzieller Zuversicht kann trotzdem keine Rede sein: 28 Prozent bewerten ihre Absicherung mit mangelhaft oder ungenügend. Nur 27 Prozent vergeben gut oder sehr gut. Für die Beratung liegt die Chance deshalb in einem Gespräch, das Komplexität reduziert und konkrete Entscheidungen ermöglicht.
Besonders groß sind die Sorgen bei den 50- bis 60-Jährigen. Zugleich bleibt selbst jetzt noch Zeit, Weichen zu stellen. Das ist oft auch nötig. Denn nur jeder Dritte der 50- bis 60-Jährigen bleibt beim Thema „Einkommen im Alter“ optimistisch. 40 Prozent sehen ihre finanzielle Absicherung als gefährdet an. Gerade zwischen 50 und 60 Jahren können zusätzliche Sparbeiträge, eine veränderte Anlagestruktur, ein späterer Rentenbeginn oder ein passender Entnahmeplan noch spürbare Wirkung entfalten. Professionelle Ruhestandsplanung schafft dafür einen verlässlichen Rahmen und kann mit dafür sorgen, dass Ihre Kundinnen und Kunden im Ruhestand „ihr bestes Leben leben“ können.
53 % | blicken sehr oder eher optimistisch auf ihren Ruhestand. |
29 % | halten ihre finanzielle Absicherung im Ruhestand für gefährdet. |
40 % | der 50- bis 60-Jährigen sehen ihre Absicherung als gefährdet. |
64 % | haben keinen Einnahmen-Ausgaben-Plan für den Ruhestand. |
10 % | nehmen Beratung für ihre Ruhestandsplanung in Anspruch. |
58 % | erwarten ein deutlich geringeres Einkommen im Ruhestand. |
59 % | sehen Pflegebedürftigkeit als finanzielle Herausforderung. |
Quelle: YouGov-Ruhestandsumfrage 2026 im Auftrag von Standard Life; 844 Befragte ab 50 Jahren in Deutschland, März 2026. Pressemitteilung Standard Life vom 2. Juni 2026.
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