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10.08.2020
Aktuelles

Wie muss eine moderne Altersvorsorge aussehen? – Ein Zwiegespräch als profino Webinar

Jetzt in der profino Mediathek anhören und -sehen!

Auf die Frage, was sich derzeit in Sachen Altersvorsorge im Markt tut, steigt Philip Wenzel direkt mit dem Thema Rentenversicherung ein. Die habe der Verbraucherschutz so lang als unsicher kritisiert, dass sie jetzt zwar sicher, aber dafür wenig rentabel sei. Weshalb er sich damit in der Beratung schwer tue. Andererseits sei Vielen angesichts von Niedrigzins und Coronakrise klar geworden, dass die Banken mit ihren Strafzinsen auch kein sicherer Hafen mehr sind. Was die Rentenversicherung doch wieder ins Spiel bringe.

„Plötzlich wollten die Menschen Bescheid wissen: Wie sieht meine Vorsorge-Situation aus?“

Christian Nuschele wiederum weiß zu berichten, dass die durch Corona verursachte zwangsläufige Auszeit viele Menschen veranlasst hat, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Das spiegele sich in überaus erfreulichen Neugeschäftszahlen wider. Auf der anderen Seite stünden Bestandskund*innen, die finanzielle Sorgen hätten. Standard Life versuche hier, durch Teilauszahlungen oder Beitragsferien zu entlasten. Mit derlei Fragen sieht sich Philip Wenzel durch seine Kundschaft – Akademiker*innen und Beamt*innen – eher selten konfrontiert, von dem plötzlichen Interesse an Altersvorsorge hingegen schon. Beim Thema „Entnahme bei Engpässen“ versus „Fortsetzung der Vorsorge“ vertreten die Gesprächspartner allerdings unterschiedliche Philosophien. Wenzel meint: „Unbedingt durchhalten.“ Nuschele hingegen setzt auf Flexibilität.

„Wichtig ist, dass man einen Partner hat, der einen nicht anlügt.“

Ehrlichkeit ist für Philip Wenzel das A und O in der Beratung – sowohl im Hinblick auf die Kunde-Vermittler-Beziehung als auch auf die Zusammenarbeit mit den Anbietern. Die Rendite ins Feld zu führen ist für ihn daher ein zweischneidiges Schwert. Sein Beispiel: Eine Durchschnittsrendite von sechs Prozent kann am Ende der Vertragslaufzeit erfreulich oder auch enttäuschend sein. Je nachdem, zu welcher Zeit der Vertrag einen Renditeschub erlebt oder eine zähe Phase durchgemacht hat. Vorhersagen lehnt er deshalb ab. Realistische Renditen wie auch klare Aussagen zu Kosten hingegen weiß er zu schätzen.

„Wir haben mitten in der Krise auf brutto umgestellt. Viele haben uns für verrückt erklärt.“

Standard Life möchte Kosten transparent ausweisen und hat seine Illustration konsequent umgestellt. „Aber Kosten …“, so Philip Wenzel, „… sind nun mal da.“ Eine Versicherung sei schließlich kein Wohlfahrtsverein. Wer Ehrlichkeit wünscht – darin sind sich beide Gesprächspartner einig –, ist mit der Bruttoillustration besser bedient. Dennoch hat sie ihre Herausforderungen, gibt Christian Nuschele zu bedenken. Wird mit Nullzins illustriert, kommt am Ende weniger raus, als eingezahlt wurde. Das lässt sich wegen der anfallenden Kosten auch nicht wegdiskutieren. Wird hingegen mittels Nettoillustration eine positive Wertentwicklung in Aussicht gestellt, komme dies einer wundersamen Geldvermehrung gleich.

„Null Prozent ist ein Szenario – das kannst du vergessen!“

Als Profi, der er ist, weiß Philip Wenzel entspannt mit dieser Thematik umzugehen. Er arbeite da mit vielen Beispielen – ganz plakativ mit Marken aus dem Supermarkt. Die würden in Krisen nicht gleich untergehen, erklärte er in solchen Situationen. Man investiert in Marken, die man selbst kauft und die von anderen gekauft werden. Außerdem wachse die Weltwirtschaft permanent. Und Marken, die untergingen wie zum Beispiel Commodore, würden durch neue wie Google oder Amazon ersetzt. Weshalb er auch gemanagte Fonds zu schätzen wisse. Da könne man wenig aussichtsreiche Branchen bewusst aus dem Investment rausnehmen. Sein Fazit: Kosten fallen bei Banken wie Versicherungen an – nur würde bei Ersteren das Geld rumliegen und bei Letzteren arbeiten.

„Bei passiven Fonds ist mir wichtig, dass sie mit physischen Wertpapieren hinterlegt sind.“

Nachdem sich Philip Wenzel für ein breit aufgestelltes Portfolio in der fondsgebundenen Rentenversicherung ausgesprochen hat, unternimmt Christian Nuschele einen kurzen Streifzug durch das Fondsuniversum von Standard Life. Dabei erläutert er im Dialog kurz die Vor- und Nachteile von Kickbacks gegenüber Clean Share Classes – also provisionsfreien institutionellen Fonds, wie Standard Life sie jetzt anbietet. Außerdem stellt er einzelne Asset-Manager sowie interessante Investmentlösungen und deren Kostenstruktur anhand plakativer Beispiele vor. Was Philip Wenzel zu der Anmerkung veranlasst, dass ihm nachhaltige Investments sehr wichtig seien, weil „… Geldanlage immer auch Verantwortung bedeutet.“ Nach einem Exkurs zu ETFs und passiven Investments kommt man auf das übergreifende Thema – die moderne Altersvorsorge – zurück.

„Was ich bei der Lebensversicherung cool finde: Man kann mit mehr Rendite rechnen.“

Grundsätzlich hält Philip Wenzel die Rentenversicherung als Grundsicherung für eine gute Beimischung und besonders geeignet für Menschen, die jung mit dem Sparen beginnen. Außerdem sei sie eine clevere Lösung für all jene, die gern selbst shiften und switchen, weil das im Versicherungsmantel kostenlos ist. Ebenfalls interessant findet er Produkte ohne Verrentung wie die Lebensversicherung von Standard Life. Da kämen auch solche, die später mit dem Sparen beginnen, auf ihre Kosten.

„Wir machen die Erfahrung, dass sich das Einmalbeitragsgeschäft im LV-Bereich abspielt.“

Mit dem Produktportfolio, das Christian Nuschele abschließend vorstellt, kann Standard Life die Bedarfe der unterschiedlichsten Zielgruppen abdecken. Ratierliche Verträge, so seine Erfahrung, werden oft bis zum 80. Lebensjahr genutzt, um im Ruhestandsbeginn noch über Produktivvermögen zu verfügen. Einmalbeitragsgeschäft generiere man bei Standard Life insbesondere über die Lebensversicherung. Hier wären der optionale Auszahlungsplan wie auch die Vermögensübertragung via Police schlagende Argumente.

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