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The Way Forward

11.04.2017
Vorsorge der Zukunft

Frauen in der Investmentbranche? Exotinnen. Frauen in MINT-Fächern? Die Ausnahme. Was können wir tun? Wir Frauen.

Laut Statistischem Bundesamt liegen die Löhne von Frauen in Deutschland 21 Prozent unter denen der Männer. Legt man eine gleiche Entlohnung zugrunde, hätten Frauen in diesem Jahr vom 1. Januar bis 18. März umsonst gearbeitet. Das magische Datum der „Ungleichberechtigung“ – der Equal Pay Day – wurde 2009 erstmal als Aktionstag ausgerufen. Seitdem wächst die Zahl der Aktivistinnen und Aktionen. Die Zahl der weiblichen Führungskräfte und Top-Verdienerinnen steigt hingegen nur langsam. Woran liegt’s?

Spieglein, Spieglein

Ich habe das Wort „Ungleichberechtigung“ bewusst in Anführungszeichen gesetzt, weil ich es relativieren und auch gleich eines klarstellen möchte: Die deutsche Gesellschaft ist heute nicht mal ansatzweise mehr so männlich dominiert wie sie das in den 1950er und 1960er Jahren war. Folglich liegt es mir fern, den Männern den Schwarzen Peter zuzuschieben. Wir Frauen müssen uns vielmehr selbst den Spiegel vorhalten. Und uns endlich von traditionellen Rollenbildern lösen. Weil sie uns am Ende nur Nachteile bringen.

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Geringer Verdienst, geringe Rente

Dass man in technischen Berufen mehr Geld verdient als in der Altenpflege oder der Kindererziehung, ist weitreichend bekannt. Trotzdem werden Frauen nach wie vor lieber Krankenschwester als Ingenieurin. Die schlechtere Bezahlung der weiblich dominierten Berufsgruppen zieht eine niedrigere Erwerbsneigung nach sich, gemäß dem Motto „Wenn ich eh so wenig verdiene, kann ich das Arbeiten auch sein lassen“. Nach wie vor setzen Frauen die Arbeit aus familiären Gründen viel öfter aus als Männer. Noch dazu in den karriererelevanten dreißiger Jahren ihres Lebens. Die Konsequenz: Die finanzielle Verantwortung lastet umso mehr auf den besser verdienenden, meist männlichen Partnern. Parallel sinkt der gesetzliche Rentenanspruch der Wenig- oder Gar-nichts-Verdienerinnen. Und eine private Vorsorge steht bei derart prekärer Erwerbslage nicht zur Debatte. Die Gefahr einer solchen Konstellation: finanzielle Abhängigkeit und im Fall einer Trennung Hartz IV.

Frauen und auch Männer bleiben alten Rollenklischees verhaftet

Frauen, die ihre Kinder allein erziehen, würden mehr männliche Erzieher in Kitas begrüßen. Leider sind die dort Mangelware. Warum? Sind Männer dem Erzieherberuf gegenüber so abgeneigt? Das Statistische Bundesamt wollte es genau wissen und hat über die Koordinationsstelle „Männer in Kitas“ eine Studie durchgeführt. Das Ergebnis: Gerade in strukturschwachen Regionen gilt der Job als krisensicher. Ist die Entscheidung für die Arbeit als Erzieher erst einmal gefallen, tritt auch der Faktor Geld in den Hintergrund. Ursache für die nach wir traditionelle Berufswahl sind die stereotypen Rollenbilder, die jungen Menschen von ihren Eltern bzw. ihrem Umfeld vorgelebt werden.

In MINT-Fächern unterrepräsentiert

MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – für Fächer, die im Zeitalter der Digitalisierung von maßgeblicher Bedeutung für unsere Wirtschaft wie auch für das berufliche Fortkommen des Einzelnen sind. In Deutschland arbeiten laut der Website des Deutschen Bundestags nur 17,8 Prozent Frauen im Bereich Informatik. Damit liegen wir unter dem EU-Durchschnitt. Und das, obwohl Initiativen wie „Komm mach MINT“, das „Nationale MINT Forum“ oder die Stiftung „Jugend forscht“ seit Jahren um weibliche Nachwuchskräfte werben. Ohne bemerkenswerten Erfolg. Für mich ist das kaum nachvollziehbar. Mathematik hat mich immer fasziniert und war dann auch beim Studium meine erste Wahl. Die Zeit, bevor meine Tochter in die Schule kam, habe ich mit meiner Familie in Edinburgh verbracht und dort in der Zentrale von Standard Life gearbeitet. Das Familienleben haben mein Mann und ich auch im Anschluss immer gemeinsam gestaltet und organisiert. Ein Kind ist kein Karrierekiller – das weiß ich aus eigener Erfahrung.

Überzeugende Vorbilder: die Fondsfrauen

Das können auch „Die Fondsfrauen“ bestätigen. Anne Connelly, Gründungsmitglied und eine der geschäftsführenden Gesellschafterinnen der Initiative, hat nicht nur eine Bilderbuchkarriere hingelegt – mit Stationen bei Pioneer Investments in Boston, im Vertrieb und Management bei Pioneer Deutschland und als Geschäftsführerin bei Morningstar Deutschland –, sondern auch zwei Kinder großgezogen. Ihre Mitstreiterinnen Anke Dembowski und Manuela Fröhlich sind ebenfalls anerkannte Größen in ihrem Metier. Gemeinsam wollen die Fondsfrauen die Gleichstellung von Frauen in der deutschsprachigen Investmentfondsbranche fördern. Dabei verstehen sie ihren Zusammenschluss einerseits als weibliches Karrierenetzwerk. Andererseits möchten sie Frauen zu mehr finanzieller Unabhängigkeit ermutigen und ihnen Souveränität bei Anlageentscheidungen vermitteln.

Die Waffen der Frauen gegen Altersarmut

Mir sprechen die Fondsfrauen mit ihrem Anliegen aus dem Herzen. Nicht zuletzt, weil auch der Versicherungsvertrieb immer noch männlich dominiert ist. Dabei würde ich mir aus den gleichen Motiven wie die Fondsfrauen mehr Frauen in der Finanzberatung wünschen. Zum einen, weil Frauen im Beratergeschäft tatsächlich Karriere machen können, zum anderen, weil sie sich bestens darauf verstehen, die weibliche Kundschaft an die Themen Finanzen und Vorsorge heranzuführen.

 

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