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The Way Forward

06.09.2017
Vorsorge der Zukunft

Der 6. September ist internationaler "Anti-Prokrastinations-Tag"

Zehn Tipps gegen das Aufschieben

Zunächst möchte ich kurz darauf eingehen, was sich hinter dem sperrigen Wort Prokrastination verbirgt: Im Prinzip beschreibt es das Verhalten, unangenehme, zugleich aber auch notwendige Aufgaben und Arbeiten immer wieder zu verschieben, anstatt sie direkt zu erledigen. Dabei kann das inhaltliche Spektrum dieser Aufgaben von eher privaten bis hin zu beruflichen oder im weitesten Sinne schulischen Verpflichtungen reichen. Putzen statt Steuererklärung, Shoppen statt Sport, Surfen im Netz statt sich um die Altersvorsorge kümmern. Heute soll es also darum gehen, wie man am besten dem ewigen Aufschieben etwas entgegensetzen und alle lange liegen gebliebenen Aufgaben und Angelegenheiten abarbeiten kann. Dazu habe ich zehn Tipps, die auch auf der Lektüre des Sachbuchs „Aufschieberitis: Die Volkskrankheit Nr.1“ von Daniel Hoch beruhen.

1. Beginnen Sie sofort

Laut 72-Stunden-Regel sinkt die Chance, eine geplante Aufgabe zu erledigen, gegen null, wenn nicht binnen drei Tagen der erste Schritt gemacht wird. Fangen Sie deshalb schon heute an, auch wenn es nur darum geht, sich einen Erinnerungszettel zu schreiben. Morgen lauert wieder ein neuer Tag und damit ein neues Aufschieberisiko. Also „könnte“, „müsste“ und „sollte“ aus dem Wortschatz verbannen!

2. Planen Sie so konkret wie möglich

Ohne guten Plan läuft gar nichts. Er sollte jedoch nicht nur im Kopf existieren, sondern jederzeit greif- und sichtbar sein. Daher: To-do-Listen oder Mindmaps anlegen! Entweder schlicht auf einem Blatt Papier oder in einer Organizer-App. Machen Sie sich vorher klar, wohin Sie wollen, wie Sie dorthin kommen und was Sie bereit sind, dafür zu tun. Hilfreich ist, detailverliebt und so konkret wie möglich zu planen. Was wird alles gebraucht (Unterlagen, Informationen, Termine)? Was muss am nächsten Tag erledigt werden? Was diese Woche? Und was soll am Monatsende abgehakt sein?

3. Gliedern Sie Aufgaben in Teilaufgaben – inklusive klarer Deadlines

Wichtig beim Planen: Nicht alles kann und muss sofort komplett erledigt werden. Erfolgversprechender und realistischer ist es, komplexe Aufgaben in kleine, überschaubare Blöcke aufzuteilen. Zum Beispiel: Informationen einholen – auswerten – entscheiden – erledigen. Zwischenschritte helfen, auf dem richtigen Weg zu bleiben, sich zu motivieren und sich und anderen zu signalisieren: „Ich habe es absolut im Griff.“ Unverzichtbar: Jeder Teilaufgabe wird eine feste Frist zugewiesen.

4. Setzen Sie Prioritäten

Priorisieren ist ein zentrales Werkzeug, um Aufgaben sinnvoll anzugehen. Dabei gibt es jedoch keine Prioritäten erster, zweiter, dritter und vierter Ordnung, sondern es gibt nur A oder B: tun oder nicht tun, wichtig und dringend oder nicht. Dahinter steckt die sogenannte Eisenhower-Methode, durch die anstehende Aufgaben in verschiedene Kategorien einsortiert werden: Aufgaben, die im Notfall erst einmal unerledigt bleiben können (Küche streichen), die man delegieren kann (Wocheneinkauf > Ehepartner), für die man einen Termin braucht (Arztbesuch), und solche, die sofort erledigt werden müssen (Steuererklärung). Wenn Sie die Prioritäten zugewiesen haben, fangen Sie an, Dinge umzusetzen. Und zwar die wichtigen und dringenden zuerst.

5. Beginnen Sie mit dem Unangenehmsten

Nicht selten sind die wichtigen und dringenden Aufgaben auch die unangenehmsten. Jene, gegen die wir uns sträuben, die uns aber seit Langem im Kopf herumspuken. Also frisch ans Werk, gehen Sie sie als Erstes an. Beginnen Sie zum Beispiel gleich frühmorgens. Statt Zeit mit Morgenritualen zu vertrödeln, könnten Sie eine halbe Stunde früher aufstehen und diese 30 Minuten für unangenehme, aber wichtige Dinge nutzen. Das gute Gefühl, es endlich erledigt zu haben, beflügelt enorm für weitere Vorhaben und bringt den Ball ins Rollen. Probieren Sie es aus, es wird spürbare Motivationserfolge bringen.

6. Verbannen Sie jegliche Ablenkung

Wenn man sich einer Aufgabe widmet, dann voll und ganz. Also: Fernseher aus, Handy aus, WLAN aus, keine Mails oder Facebook-Posts checken. Vermeiden Sie Multitasking. Das funktioniert – wissenschaftlich nachgewiesen – zwar nicht zu 100 Prozent. Dennoch: Volle Konzentration auf eine einzelne Aufgabe, denn nach jeder Unterbrechung kann es bis zu 23 Minuten dauern, bis Sie wieder in die ursprüngliche Aufgabe hineinfinden.

7. Holen Sie sich (die richtigen) Mitstreiter ins Boot

Im Freundeskreis möchte auch jemand endlich Sport treiben oder ein paar Kilo abspecken. Prima, dann los: Es gemeinsam anpacken und sich gegenseitig unterstützen! Auch ein kleiner Wettstreit kann motivieren. Wer hat zuerst die Steuerklärung erledigt? Wer hat sich zuerst um das Thema Altersvorsorge gekümmert? Aber Vorsicht, Mitstreiter sollte man nicht nach Sympathie, sondern nach dem „Nutzen“ auswählen: Sie brauchen hier niemanden, der sagt: „Na ja, heute ist das Wetter schlecht ...“ Oder: „Lass uns das Ganze doch lieber verschieben.“ Suchen Sie sich lieber Menschen, die Ihnen so richtig in den Allerwertesten treten. Freunde sind dafür übrigens nicht unbedingt geeignet.

8. Erzählen Sie anderen von Ihren Zielen und Vorhaben

Machen Sie Ihre Ziele und Vorhaben unbedingt vor Freunden, Bekannten und Kollegen publik. Das sorgt natürlich für Druck, aber diesen Druck, den brauchen wir manchmal. Wenn ab und zu jemand nachfragt: „Hey, wie schaut’s denn aus? Wie weit bist du denn?“, zwingt uns das weiterzumachen. So werden Erwartungen geschürt und der Ehrgeiz geweckt. Und es motiviert, wenn andere dann sagen: „Hey, das finde ich toll! Ich helfe dir!“ Auf Nachfragen mit „Ach, das mach’ ich morgen“ zu antworten, offenbart hingegen das eigene Prokrastinieren. Peinlich ...

9. Verdeutlichen Sie sich die Konsequenzen

Prokrastination geht mit einem diffusen, unterschwelligen, aber allgegenwärtig schlechten Gewissen einher. Denn wir wissen, dass unser Handeln – das Aufschieben – irgendwann Folgen haben wird. Deshalb: Konsequenzen visualisieren! Zum Beispiel, indem Sie auf einem Blatt Papier negative und positive Folgen tabellarisch einander gegenüberstellen. Spalte 1: Welche Auswirkungen wird es haben, weiterhin zu rauchen, keinen Sport zu treiben, nicht zum Gesundheits-Check-up zu gehen oder sich nicht um die Altersvorsorge zu kümmern? Welche negativen Gefühle löst das Aufschieben aus? Spalte 2: Welche Vorteile ergeben sich hingegen, wenn diese Punkte endlich angegangen werden? Wie fühlt man sich währenddessen und danach? Viele von uns kennen nicht die Konsequenzen, rechnen nicht damit oder verdrängen sie. Deshalb: Denken Sie am Anfang schon ans Ende.

10. Belohnen Sie sich

Der wohl wichtigste Tipp von allen! Denn was man geschafft hat, darauf darf man ruhig stolz sein. Sie müssen sich das unbedingt auf die Fahne schreiben. Nicht indem Sie verkünden „Ich bin der oder die Größte“, sondern indem Sie sagen: „Hey, das habe ich toll gemacht, und dafür gönne ich mir eine Auszeit, einen Film im Kino oder ein gutes Buch.“ Und ist etwas von der To-do-Liste gestrichen, lässt sich das auch richtig genießen.

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