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Unser neuer ESG-Fonds: das Ergebnis einer starken Kooperation!

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Ein ESG-Fonds als Gemeinschaftsprojekt Das Doppelinterview mit Christian Nuschele und Martin Stenger

Wie müsste der optimale nachhaltige Fonds für die Altersvorsorge aussehen? Standard Life und Franklin Templeton haben nach dieser Maßgabe einen neuen Fonds kreiert. Christian Nuschele, Vertriebsleiter Standard Life, und Martin Stenger, Vertriebsdirektor Franklin Templeton, informieren über Hintergründe, Konzeption und Verwendung des Franklin ESG-Focused Balanced Fund.

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„Ich wünsche mir sehr viel häufiger den Schulterschluss der Asset-Management- und der Versicherungsindustrie“

Standard Life Deutschland und Franklin Templeton sind in diesem Sommer eine Kooperation eingegangen: Zusammen haben der Versicherer mit Sitz in Dublin und die US-Investmentgesellschaft einen ESG-Multi-Asset-Fonds ins Leben gerufen. Er ist nicht nur einer der ersten in dieser Anlageklasse, sondern auch einer, bei dem Nachhaltigkeit von Anfang in den Auswahlprozess integriert wird. Das hat auch das Forum Nachhaltige Geldanlagen anerkannt, das dem Fonds in diesen Tagen zum zweiten Mal sein Siegel verlieh. Über den Fonds, der ab sofort in allen Fondspolicen von Standard Life zu finden ist, und seinen ungewöhnlichen Entstehungsprozess sprachen wir mit Martin Stenger, Director Sales Business Development bei Franklin Templeton, und Christian Nuschele, Head of Sales und Marketing von Standard Life.

Jetzt kann man sagen, dass die Auflage eines neuen ESG-Fonds nach Artikel 8 der Transparenzverordnung nicht wirklich eine Nachricht ist. In Deutschland entfällt inzwischen schon ein Drittel des gesamten Neugeschäfts im Publikumsfondsbereich auf nachhaltige Produkte. Was also ist an Ihrem Fonds neu?

Martin Stenger: Also, einmal ist natürlich entscheidend, wie die Entstehungsgeschichte des Produktes ist. Weil wir das jetzt nicht für uns entwickelt haben und dann irgendwann zu Christian Nuschele und Team gefahren sind und gefragt haben: „Hier, ist das nicht ein schöner Fonds? Wollt ihr euch den mal angucken?" Sondern wir haben ihn, von der Pike auf, im Dialog zusammen entwickelt. Will heißen, dass wir erst mal gefragt haben: „Was wäre denn etwas, was ihr braucht, und was in dem Kontext, wie ihr einen Fonds benutzt, valide und wertvoll ist?" Und darüber dann über die Wünsche, Vorgaben, Konkretisierung durch das, wie Standard Life uns das nach und nach kommuniziert hat, eingebaut.

Warum nach und nach? Das muss man sich nicht vorstellen – ein Treffen und dann war alles auf den Block diktiert und dann setzt man einfach um. Sondern es war über mehrere Runden hinweg. Und da ist einmal für uns wichtig, es ist in dem Vorsorgekontext zu verstehen, wie dieser Fonds entstanden ist. Deswegen auch in der Ausgewogenheit, glaube ich, von Bedeutung.

Dann, vom Start weg mit zwei Sternen bei FNG (Forum Nachhaltige Geldanlagen e.V.), was uns qualitativ deswegen wichtig ist, weil das auch so mal eine Plausibilisierung durch Dritte ist. Was bei FNG im Kontext mit Multi-Asset ein wichtiger Schritt ist, ist, dass sie das nicht nur auf der Aktienseite – wo die Informationslage für ESG ja gut ist – sondern auch auf der Anleihenseite ordentlich hinbekommen; dass wir hier nicht einfach nur ein Artikel-8-Produkt gemacht haben, sondern Multi-Asset und Artikel 8 und gezielt auch den Einsatz im Thema im Vorsorgekontext haben, und dass ich sage: „Okay, da sind Kunden, die wollen ein Risiko nehmen in dem Sinne, um auch Rendite erzielen zu können – aber nicht ungebremst“, um es mal so auszudrücken.

Christian Nuschele: Aus unserer Sicht ist das, was im Markt passiert – also dieses eine Drittel im ESG-Bereich – noch nicht so ganz sichtbar, das muss ich ganz klar sagen. Wir sehen im Bereich der Fondspolicen durchaus Nachfrage nach ESG-Lösungen, ESG-Produkten und ESG-Fonds. Wir sehen aber, dass es im Moment tatsächlich noch ein Spezialistenthema ist. Wir glauben aber eben, dass das nicht nur als „Megatrend“ bezeichnet ist, sondern tatsächlich einer ist. Und wir wissen auch, dass sich gerade im Bereich der Fondspolicen Beraterinnen und Berater sehr wohlfühlen mit Multi-Asset-Lösungen.

Wir haben auf unseren fondsgebundenen Produkten im Moment ca. 35 ESG-Lösungen, Tendenz steigend. Aber wir haben gerade mal zwei im Bereich des Multi-Assets ab Ende November. Multi-Asset ist aber eben eine riesengroße Nachfrage in unserem Kundenkreis. Und genau diese Lücke, die wollen wir gemeinsam mit Franklin Templeton schließen. Und dieses ausgewogene Multi-Asset-Konzept passt sehr, sehr gut zu einer großen Zahl unserer Kunden und zu den Beratungsprozessen unserer Partner.

Bei ESG-Fonds ist natürlich auch immer wichtig, wie weit werden diese Kriterien für Environmental, Social und Governance auch wirklich berücksichtigt? Gerade um die Berücksichtigung der Kriterien hat es in letzter Zeit auch einige Kritik gegeben – Stichwort „Greenwashing“ –, dass behauptet wird, es ist nachhaltig, was aber tatsächlich nicht der Fall ist. Wie integriert denn Franklin Templeton konkret ESG-Kriterien in den Auswahlprozess?

Martin Stenger: Die Frage ist sehr wichtig, auch für die Entstehungsgeschichte des Fonds: Wie setzen wir die ESG-Thematik um? Das bedeutet nicht nur, wann findet eine ESG-Prüfung in irgendeiner Form statt, wenn Sie über die Zielwerte in so einem Fonds nachdenken? Sondern auch: Wo ist die Positionierung des ESG-Teams innerhalb von so einer Welt wie Franklin Templeton?

Und was spannend ist: Wir haben ja aus europäischer Sicht die klare, starke regulatorische Situation. Wenn Sie aus US-Sicht draufschauen, also aus der Zentrale von Franklin Templeton beispielsweise, dann ist von der regulatorischen Seite hier noch nichts da, sondern eine starke privatwirtschaftliche Bewegung am Start, die die Themen mehr in den Mittelpunkt rückt.

Und diese hat dazu gemündet, dass wir einer Initiative beigetreten sind, der „Net Zero Asset Manager Initiative". Warum betone ich das so? Das hat auch mit ausgelöst, dass der komplette Investmentprozess umgedreht wurde. Will heißen: Der Prüfschritt ESG ist nicht mehr einer am Ende, wie ein Risikokennzahl, sondern gleich zu Beginn, im Einstieg.

Und hier, das war, glaube ich, ein wichtiges Meeting in Verbindung mit den Kollegen von Standard Life haben wir die Chefin des ESG-Teams damals zu Wort kommen lassen, damit Christian Nuschele und Team mal einen Einblick hatten: Wie arbeiten wir auf der ESG-Seite? Wie kommen wir auf eine Bewertung von ESG?

Weil, wenn Sie verschiedene Rating-Agenturen betrachten, wie die Apple, Microsoft oder Amazon – um nur mal drei sehr, sehr bekannte Namen zu nennen – bewerten, dann werden Sie feststellen, dass das sehr, sehr uneinheitlich ist, was die Rating-Agenturen und ESG angeht. Dementsprechend haben wir intern dann noch mal ein Scoring aufgesetzt, was dann je nach Sektor, je nach Art der Branche, aus dem die Werte kommen, noch mal weitere Schwerpunkte legt oder Dinge in den Vordergrund setzt.

Das heißt auf der Technologieseite, da ist ein z. B. ein wichtiger Prüfschritt. Wie wird hier Datenschutz gewichtet? Wie geht ein technologiegetriebener Wert damit um? Und wenn man das dann in der Gewichtung etwas höher bewertet, fokussieren Sie sich noch viel besser innerhalb der ESG-Intention an der Stelle.

Daneben haben wir ganz viel auch bewusst ins Fondsprospekt aufgenommen und reingeschrieben, was ganz konkrete Ausschlüsse angeht, bis hin zur ganz klaren Umsetzung auch des Verbändekonzepts, was ja weiter geht als die regulatorische Erwartungshaltung an der Stelle darstellt ...

... was heißt das „Verbändekonzept", Herr Stenger?

Martin Stenger: Verbändekonzepte ist das, was der BVI in Verbindung mit anderen Verbänden erarbeitet hat, wo man so einen gewissen Grundkatalog an Ausschlüssen definiert hat. Und da sind wir auch ganz klar mitgegangen und haben das dementsprechend auch hier aufgebracht in dem Sinne, dass das vom Start weg ja kein Produkt ist, was umgewidmet wurde auf Artikel 8, sondern vom Start weg ein, in Artikel 8 reingebautes Produkt ist.

Das ist, glaube ich, auch ein wichtiger Punkt. Weil Sie die Umsatzzahlen angesprochen haben, da müssen Sie auch schauen: Sind das Fonds, die Artikel 8 wurden und schon bestehen und damit laufende Sparprozesse jetzt bedienen? Oder ist es mal ein, auf Wissen und Stand am neuesten regulatorischen Know-how entlang gebautes Produkt, wie wir es jetzt hier vorfinden?

Christian, dieses Meeting, von dem der Herr Stenger gerade gesprochen hat, mit der ESG-Chefin, hat dich das beeindruckt?

Christian Nuschele: Vor gut zwei Jahren haben wir begonnen, mit dem Team von Franklin Templeton unter der Führung von Martin über die Entwicklung eines solchen Fonds zu sprechen. Und das kam ja gerade auch schon raus, dass es eben nicht darum ging, ein bestehendes Vehikel so anzupassen, dass es auch unserem Bedarf gerecht wird.

Nein, wir haben uns in mehreren großen Videokonferenzen mit Vertreterinnen und Vertretern aus der ganzen Welt ... also, es war tatsächlich sehr global ... damit auseinandergesetzt: Wo sitzt denn die Kompetenz bei Franklin Templeton? Und da, muss ich sagen, waren wir durchaus beeindruckt, weil wir einfach gesehen haben: Ja, da wird nicht nur ein Label drüber gehängt, sondern es wird eine große Maschinerie in Gang gesetzt, um ein hoch professionelles Multi-Asset-Team zusammenzustellen, das dann eben auch den Einfluss, sein Know-how in dieses neue Multi-Asset-Konzept einfließen lässt. Long story short: Ja, es war beeindruckend.

Wie kommt das überhaupt zustande, dass ein Versicherer mit einem konzernfremden Asset Manager zusammenarbeitet? Jetzt ist Franklin Templeton natürlich ein großes Haus. Aber wenn es um das Thema ESG geht, fallen einem dann vielleicht auch noch ein paar andere Namen ein. Ist das eine Geschichte, die Martin Stenger und Christian Nuschele am Biertisch ausgemacht haben?

Christian Nuschele: Wir sind am Kaffeetisch beim Fonds Kongress gesessen, und die Frage, die Herr Stenger mir gestellt hat, war: „Ich bin ja jetzt bei Franklin Templeton. Was bräuchtet ihr denn? Wo können wir euch denn ganz gezielt unterstützen?"

Und das ist eine Frage, die man auch als Versicherer nicht so oft in der Form gestellt bekommt. Es geht sehr häufig eher in die Richtung, sich anzugucken, was hat denn so ein Asset Manager im Köcher, und was könnte zu uns passen? Hier haben wir ein Umfeld vorgefunden, das eben von genau der anderen Seite kam. Mit der ganz konkreten Frage: „Welche gaps gibt es bei euch auf der proposition? Was könnten wir dazu beisteuern?“

Das sehen wir tatsächlich bei wenigen Asset Managern. Ich habe das Wort „konzernfremd" gerade gehört. Wir sind ein Konzern, der selbst keinen Asset Manager mehr betreibt. Wir arbeiten sehr, sehr intensiv mit Abrdn zusammen. Die sind echter strategischer Partner im Investmentbereich. Da finden wir diese Art der Zusammenarbeit auch vor. Wir finden sie aber jetzt explizit auch – und da bin ich sehr froh drum – auch bei Franklin Templeton. Und das macht uns gemeinsam einfach stärker. Ich möchte das nicht ein besonderes Erlebnis, sondern ein schönes Erlebnis nennen, wie hier die Zusammenarbeit zustande gekommen ist und wie sie sich entwickelt hat.

Das FNG-Siegel, auf das Sie vorhin eingegangen sind: Ist das der einzige externe Nachweis als Qualitätsstandard in der Nachhaltigkeit?

Martin Stenger: Wenn Sie sich grundsätzlich die Label-Landschaft mal anschauen, wir haben das getan, dann gibt es eigentlich zwei Abzeichen, die hervorstechen im deutschsprachigen Raum. Das ist neben FNG das Umweltzeichen in Österreich. Das ist das älteste dieser Art und angedockt am Umweltministerium. Und da gibt es eine schöne Auswertung der Uni Utrecht und Amsterdam, welche Labels was berücksichtigen. Und diese beiden sind nah beieinander, wenn Sie jetzt mal zwei Sterne FNG neben Umweltzeichen legen.

Darüber hinaus ist ein Punkt auch wichtig, der bei unserem ESG-Team sehr stark immer betont und auch unterstützt wird, dass sie nicht müde werden, möglichst viele Datenbanken zu haben, global gesprochen, die sie füttern bei der Frage der Entscheidung. Also, nicht nur auf einen zu setzen, sondern eben auch hier global umfassend den richten Zugangsweg zu haben. Und der Christian hat es eben schön gesagt: Die Globalität war früher immer eine gern genommene Attraktivität für aktives Fondsmanagement. Sie wird aber auch ein Qualitätsmerkmal für ESG-Produkte, die man umsetzt.

Sie meinen „Globalität“ im Sinne von: „Wir haben unsere Investmentteams überall auf der Welt“?

Martin Stenger: Exakt, ganz genau! Dass Sie ESG-Kontext auch vor Ort feststellen können. Also, je nachdem was Sie einbinden, dass Sie über Ihr Investment-Team, die Analysten, die Research-Einheiten, auch ESG-Dinge hierüber verifizieren können. Neben den Datenbanken, der Menge der Datenbanken, die Sie benutzen. Das ist ein weiterer Plausibilisierungseffekt, den Sie hier an der Stelle einbauen können.

Und das wird, da bin ziemlich sicher, wenn wir jetzt mal ein, zwei Jahre mit der dann bestehenden Regulatorik ins Land haben gehen sehen, qualitativ dann auch einen Mehrwert liefern, wer diese globale Präsenz umsetzen und bewerkstelligen kann.

Und wir haben es auch an einem anderen Punkt gesehen: Wir haben auch mal einen ETF gebaut auf diese Pariser Klimaschutzabkommen-Situation. Dort sind wir bewusst den Weg gegangen, dass der Index-Anbieter einen externen ESG-Dienstleister mit hinzunimmt – das sind bei unserem Franklin S&P 500 Paris Aligned Climate die Agenturen ISS und Sustainalytics, und bei unserem Franklin STOXX Europe 600 Paris Aligned Trucost –, um hier externe Plausibilisierung auch stattfinden zu lassen. Was da zum einen den Effekt hatte, dass beim Review-Prozess nach zwölf Monaten von dem Produkt ein großer Online-Dienstleister aus diesem Index weichen musste, weil er die Kriterien nicht mehr erfüllt hat. Da sehen Sie auch, wie wichtig uns das ist mit dieser externen zusätzlichen Plausibilisierung, die hier natürlich auch stattfindet.

Und das andere ist: Wir haben uns jetzt das zweite Mal dem FNG-Prüfprozess gestellt, weil wir auch das natürlich einfordern wollen. Sind wir immer noch gut genug im Sinne dieser zwei Sterne? Oder haben wir hier Hausaufgaben zu machen? Weil eins muss einem auch klar sein: Die ganze ESG-Situation ist eine im Fluss befindliche. Das ist kein Status quo, und wenn du das schaffst, bist du weiterhin gut, sondern hier werden ja auch viele Dinge noch weitergedacht und dementsprechend beispielsweise über dieses Meeting in Glasgow in der Klimaschutzkonferenz auch konkretisiert.

Was sagen die Beraterinnen und Berater zum FNG-Qualitätssiegel?

Christian Nuschele: Für uns war FNG tatsächlich auch eines der Kriterien, über das wir sehr offen gesprochen haben und gesagt haben: Wir hätten gerne, um unseren Vertriebspartnerinnen und -partnern tatsächlich auch die Arbeit zu erleichtern, ein möglichst starkes Rating. Und die Rating-Situation für ESG-Geldanlagen ist sehr, sehr heterogen. Die Landschaft entwickelt sich gerade. Es fehlt an gemeinsamen Standards, es gibt unterschiedlichste Bewertungen von unterschiedlichsten Agenturen für ein- und dasselbe Investment. Da ist noch viel Arbeit zu tun.

Pioniere waren – das muss man ganz klar sagen: FNG. Ich denke, die feiern mittlerweile ihr 20-jähriges Jubiläum, kennen sich definitiv sehr gut aus und arbeiten einfach nach nachvollziehbaren Kriterien. Und deswegen war es schon auch unser Wunsch zu prüfen, ob ein FNG-Siegel möglich wäre ... und ich kann das Team nur beglückwünschen, das aus dem Stand zu schaffen.

Denn eins weiß ich auch: Für Beraterinnen und Berater ist es, wenn sie nicht auf ESG-Themen spezialisiert sind, recht unübersichtlich ... das meinte ich vorher auch mit dem Thema Spezialisierung. Was im Moment angeboten wird, sind Fonds, die, wenn man sie kennt, gut eingesetzt werden können. Aber so dieses unabhängig besiegelte, gut bewertete Produkt und dann im Beratungsprozess auch einfach einzusetzen, das hat schlicht und ergreifend gefehlt.

Wenn jetzt beide Partner so absolut happy mit dieser Zusammenarbeit sind: Wird es dabei bleiben? Oder wird da noch mehr kommen? Ihr Chef, Herr Stenger, hat ja schon gegenüber der Börsen-Zeitung davon gesprochen, dass es um gemeinsame Produkte im Bereich der Altersvorsorge geht und dass gerade diese lokale Investment-Expertise stärker auch in Deutschland herausgearbeitet werden soll.

Martin Stenger: Für uns als Templeton ist es ja auch eine Weiterentwicklung, wie wir auf Häuser zugehen. Dass wir nicht mehr nur die Denke haben: „Hier meine fertigen zehn Einzelfonds – nimm oder mix, wie du magst“, sondern die Expertise über das … wir nennen das Solutions-Team … dementsprechend einbringen können, die sagt: „Sag' mir, was du brauchst – wir schauen, wie wir für dich ein Set-up hinbekommen." Genau, wie wir es jetzt auch gemacht haben.

Und da wird es auch noch weitere Kooperationen geben können. Beispielsweise ist die fondsgebundene Rentenbezugsphase ein starkes Thema, das im Markt diskutiert wird. Warum? Auch im Kontext mit ESG: Wenn eine Leibrente aus dem Sicherungsvermögen kommt, welches nicht ESG-konform ist, ist das eine Variante, eine Rentenbezugsphase in eine ESG-Konformität abbilden zu können. Also, da kann ich mir zum Beispiel auch eine Kooperation sehr gut vorstellen.

Für uns ist es mal schön, das auch unter Beweis stellen zu können, wie stark das in der Zusammenarbeit funktioniert, so dass wir beide zusammen mit einem ESG-belastbaren Produkt in den Markt kommen, mit auch einem Auge klar blickend auf den 2. August nächsten Jahres, wenn nämlich die Abfrage der Nachhaltigkeitspräferenzen zur Pflicht wird. Und auch da wird eine FNG-Siegel-Bewertung natürlich ihre Wirkung nicht verfehlen, um dem IFA, dem Berater, Sicherheit zu geben, nach Abfrage der Präferenzen: „Welches Produkt wähle ich denn dann aus?“ Und da hilft natürlich so eine Label-Plausibilisierung noch mal zusätzlich.

Wie ist das aus Sicht von Standard Life, was solche Kooperationen anbelangt – kommt da noch mehr?

Christian Nuschele: Ach, da wird mit Sicherheit noch mehr kommen für die Zukunft. Und ich würde mir grundsätzlich wünschen, dass der Schulterschluss der Asset-Management- und der Versicherungsindustrie sehr viel häufiger gesucht wird. Denn eins ist auch klar: In den Zins-Umfeldern, in denen wir uns bewegen, geht am fondsgebundenen Investieren nichts vorbei. Je mehr wir gemeinsam tun können, um wirklich einzigartige Lösungen direkt für den Bedarf des Kunden zu schaffen, umso besser für die Branche, aber natürlich auch für uns als Versicherungsindustrie.

Ich habe auf so was natürlich immer Lust! Wir müssen aber natürlich auch aufpassen, dass wir uns nicht verzetteln und uns auf das, was jetzt opportun ist, halt einfach auch konzentrieren und das zum Erfolg führen. Mit Hinblick auf die nächsten regulatorischen Schritte, denke ich, ist hier schon gelungen, ein spätestens ab Mitte nächsten Jahres wirklich drängendes Problem mit einer, bis dahin hoffentlich sehr gut etablierten Lösung zu schließen.

 

Herr Stenger, Herr Nuschele – vielen Dank für das Gespräch!

„Für uns ist es mal schön, (…) unter Beweis stellen zu können, wie stark das in der Zusammenarbeit funktioniert, sodass wir zusammen mit einem ESG-belastbaren Produkt in den Markt kommen, auch mit Blick auf den 2. August nächsten Jahres, wenn die Abfrage der Nachhaltigkeitspräferenzen zur Pflicht wird. Und auch da wird eine FNG-Siegel-Bewertung natürlich ihre Wirkung nicht verfehlen.“

Martin Stenger, Director Sales - Business Development Insurance & Retirement Solutions bei Franklin Templeton

„Dieses ausgewogene Multi-Asset-Konzept passt sehr, sehr gut zu einer großen Zahl unserer Kunden und zu den Beratungsprozessen unserer Partner. (…) Für uns war FNG tatsächlich auch eines der Kriterien, über das wir sehr offen gesprochen haben und gesagt haben: Wir hätten gerne, um unseren Vertriebspartnerinnen und -partnern die Arbeit zu erleichtern, ein möglichst starkes Rating.“

Christian Nuschele, Head of Sales & Marketing bei Standard Life


Die Präsentation

Allgemeine Heranführung von Endkundinnen und -kunden an das Thema ESG mit Kurzporträt des Franklin ESG-Focused Balanced Fund.

Zur Präsentation

Das Pitch-Book

Der Fonds im Überblick, der ESG-Research von Franklin Templeton, das Investmentteam und der Prozess

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Der Flyer

Der Portfolio-Mix, das FBG-Siegel und das Bestreben, positive Veränderungen voranzutreiben

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Das Factsheet

Alle Daten und Fakten im Überblick

*  Das jeweils aktuelle Factsheet finden Sie selbstverständlich auf unsere Fondsauswahl.

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